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Die Wirtschaftskanzlei Herbert Smith Freehills hat das regulatorische und operative Umfeld der Finanzbranche analysiert. Unter der Überschrift „Global FSR Outlook 2025: Perpetual Motion“ beleuchten Experten des Financial Services Regulatory (FSR)-Teams der Kanzlei in einer Reihe von Beiträgen die vordringlichsten Themen, die die Branche in diesem Jahr besonders beschäftigen werden. 

Neben klassischen Regulierungsthemen behandelt der FSR Outlook 2025 den Umgang von Unternehmen aus dem Finanzsektor und Aufsichtsbehörden mit den Chancen und Risiken, die sich aus dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) ergeben, aber auch die Frage, wie die Branche auf den demografischen Wandel reagiert. 

Einheitlicher Rechtsrahmen für intelligente Dateninitiativen

„Open Banking“ und „Open Finance“ stehen für optimiertes Finanzmanagement und den erleichterten Zugriff auf Finanzdaten und Zahlungskonten über verschiedene Institute hinweg. „Open Banking schöpft bislang noch nicht sein volles Potenzial aus“, sagt Dr. Timo Bühler, Partner bei Herbert Smith Freehills in Frankfurt. „Um die Dinge voranzutreiben, müssten Technologie und sich ändernde Verbrauchererwartungen besser miteinander in Einklang gebracht werden.“ Nach Ansicht der HSF-Experten gilt es zu verhindern, dass ein Flickenteppich von nicht komplementären Systemen entsteht, der die intelligenten Dateninitiativen untergraben würde. In die richtige Richtung geht die EU-Kommission mit der FiDA (Financial Data Access) Verordnung, deren Ziel es ist, bis voraussichtlich 2027 einen einheitlichen Rechtsrahmen für Open Finance zu schaffen.

Leitlinien für den Einsatz von KI

Finanzdienstleiter in der Europäischen Union werden sich im laufenden Jahr mit der Umsetzung des EU AI Act befassen müssen. Vor allem in Bereichen wie Kreditbewertung und Versicherungspreisgestaltung wird der Einsatz von KI als risikobehaftet eingestuft. Zur Anwendung von GenAI-Modellen an sich hat die EU-Kommission entsprechende Leitlinien angekündigt. Inwieweit es sektorspezifische Leitlinien für Finanzdienstleistungen geben wird, bleibt abzuwarten. HSF-Partner Bühler mahnt jedoch, dass Finanzdienstleister darauf vorbereitet sein sollten, dass im Zusammenhang mit dem KI-Einsatz zusätzliche Regelungen auf sie zukommen: „Auch wenn die maßgeblichen KI-Unternehmen aktuell nicht europäisch sind, spielt ihre Regulierung für den EU-Gesetzgeber und die nachgelagerten Behörden eine wichtige Rolle. Es muss sichergestellt sein, dass das Recht so ausgestaltet wird, dass es in absehbarer Zeit mit der technischen Entwicklung Schritt halten kann.“ 

Herausforderungen durch eine alternde Bevölkerung

Demografische Daten sind essenziell für die Arbeit von Finanzdienstleistungsunternehmen. Der demografische Wandel, vor allem die alternde Bevölkerung in den Industrienationen, führt dazu, dass Finanzdienstleister ihre Kalkulationsmodelle und Produkte anpassen müssen. „Das Phänomen der alternden Bevölkerung birgt neben Risiken für den Finanzsektor auch Chancen für diejenigen Marktteilnehmer, die ihre Geschäftsmodelle hinreichend schnell anpassen“, ist HSF-Partner Kai Liebrich überzeugt. „Die Aufsichtsbehörden sollten die Industrie bei dieser Herausforderung proaktiv begleiten.“

Finanzskandale und verbesserter Anlegerschutz

Betrugsfälle untergraben das Vertrauen in den Finanzsektor und können zu einer Welle von Schadensersatzansprüchen, insbesondere von Verbrauchern führen. In vielen Ländern steigt die Zahl der Sammelklagen. Die Regulierungsbehörden geraten zusehends unter Zugzwang, aktiv zu werden. „Der Wirecard-Skandal und weitere Betrugsfälle im Finanzsektor haben den öffentlichen und politischen Druck auf die Aufsichtsbehörden erhöht. Auf ihrer Prioritätenliste klettern Maßnahmen für mehr Kunden- und Anlegerschutz und verbesserten Schadensausgleich weiter nach oben“, sagt Timo Bühler, Partner bei HSF in Frankfurt. Dies könne besondere Relevanz in volatilen Zeiten haben, da dort das Verlustpotential für Kunden und Anleger besonders hoch ist. 

Alle Beiträge des „Global FSR Outlook 2025: Perpetual Motion“ (in englischer Sprache) finden Sie auf der Website von Herbert Smith Freehills unter dem folgenden Link:

Global FSR Outlook 2025:
Perpetual Motion

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